Dritter Tag der Immunforschung 2021

 

Am 12. November 2021 fand der dritte Tag der Immunforschung des Fraunhofer Cluster of Excellence Immune-Mediated Diseases CIMD statt. Aufgrund der COVID-19 Situation wurde auch dieses Jahr nochmal auf eine digitale Durchführung der Veranstaltung gesetzt. Im eigens dafür eingerichteten Team »Fraunhofer CIMD Tag der Immunforschung 2021« und dem zugehörigen Meeting Channel fanden sich für die Veranstaltung 187 Teilnehmende ein. Das Teilnehmendenfeld setzte sich aus Mitarbeitenden aus 29 Fraunhofer-Instituten zusammen sowie aus Teilnehmenden aus Universitäten, Unikliniken und der Industrie. 

Die Veranstaltung eröffnete Prof. Dr. Dr. Gerd Geisslinger, Leiter des Fraunhofer ITMP und Sprecher des Fraunhofer CIMD, mit einer Übersicht über die Ziele, Aufgaben und Arbeiten des Clusters. PD Dr. Frank Behrens, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer ITMP und Wissenschaftskoordinator des Fraunhofer CIMD, übernahm die Funktion des Moderators und führte die Zuhörer durch die Veranstaltung. Im ersten Teil der Veranstaltung startete Dr. Wim Noel, EMEA Medical Affairs Director Autoimmunity der Firma Janssen, mit einem spannenden Vortrag über therapeutische Perspektiven im Bereich der Immunologie. Prof. Dr. Dr. Thomas Thum, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM, Direktor des Instituts für Molekulare und Translationale Therapie-Strategien an der Medizinischen Hochschule Hannover und Gründer und CSO von Cardior Pharmaceuticals GmbH, übernahm im Anschluss das Wort und berichtete über RNA-Therapien für Immun- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Prof. Dr. Maria Vehreschild, Leiterin der Abteilung Infektiologie am Universitätsklinikum Frankfurt, berichtete aus dem klinischen Alltag zur Nutzbarmachung des Mikrobioms für die Prävention und Therapie von Immunerkrankungen.

© Fraunhofer CIMD I Jana Holz-Müller
Der zweite Keynote Vortrag am Morgen der Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Thomas Thum gehalten.
© Fraunhofer CIMD I Jana Holz-Müller
Rege Diskussion nach dem Vortrag von Prof. Dr. Thomas Thum zusammen mit PD Dr. Frank Behrens und Dr. Sebastian Eilebrecht.

Die Forschung im Fraunhofer CIMD wurde durch 3 ausgewählte Projekt-Vorträge vorgestellt: Dr. Jörg Lehmann, Leiter Abteilung Präklinische Entwicklung und Validierung am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, stellte sein Fraunhofer CIMD Projekt zum »Thema neue Therapieansätze« für CED vor. Danach wurde von Hannah Kratz, Projektmanagerin am Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie, ein Projekt vorgestellt, mit dem Ziel einen intelligenten Algorithmus zur Unterstützung bei der Frühdiagnose von Immunerkrankungen zu entwickeln. Zum Abschluss der Session »Forschung im Fraunhofer CIMD« präsentierten Dr. Christina Hesse und Valerie Beneke ihr Projekt zum Thema »Wiederherstellung der Immuntoleranz durch Antikörper-vermittelte Mikrobiomkorrektur«.

Bevor es für alle Teilnehmenden in die Mittagspause ging, wurden Poster aus verschiedenen Fraunhofer-Instituten zu diversen Themen in jeweils 3-minütigen Kurzpräsentationen vorgestellt.

© Fraunhofer CIMD I Jana Holz-Müller
Eins der Fraunhofer CIMD Forschungsprojekte wurde von Hannah Kratz vorgestellt.
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Fragerunde nach dem Poster-Kurzvortrag von Dr. Michael Kirschbaum.

Nach der Pause hatten die neuen Forschungsstandorte am Fraunhofer ITMP die Möglichkeit sich und Ihre Arbeiten vorzustellen: Prof. Dr. Marcus Maurer, Forschungsdirektor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charitè Berlin, stellte seine Arbeiten zum Thema Mastzellen und wie Mastzellen uns krank machen vor. Prof. Dr. Stefan Jakobs, Forschungsgruppenleiter an der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen und Forschungsgruppenleiter Struktur und Dynamik von Mitochondrien am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, stellte seine Arbeiten zum Thema »Nanoskopie von Zellen« vor. Zum Abschluss dieser Session präsentierte Prof. Dr. Michael Hölscher, Direktor des Tropeninstituts (Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin) am LMU Klinikum München, seine Arbeiten zum Thema »Verwendung der Immunantwort gegen Tuberkulose zur Diagnose und Überwachung des Behandlungserfolgs«.

In der darauffolgenden Session »Innovative Technologien für die Immunforschung« stellte Dr. Christian Münzenmayer, Abteilungsleiter Bildverarbeitung und Medizintechnik am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, die Arbeiten des Fraunhofer IIS zum Thema »Smarte Sensorik und KI für die medizinische Versorgung und Forschung« vor. Nach einer weiteren digitalen Poster-Session sowie einer Kaffeepause präsentierte Prof. Dr. Peter Liggesmeyer, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE, die Arbeiten des Fraunhofer IESE im Bereich »Digitale Lösungen im Gesundheitsbereich« und zeigte in seinem Vortrag Chancen und Risiken auf.

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Dr. Christian Münzenmayer vom Fraunhofer IIS hielt einen Vortrag zum Thema Smarte Sensorik und KI für die medizinische Versorgung und Forschung.
© Fraunhofer CIMD I Dr. Stephanie Dauth
Prof. Dr. Peter Liggesmeyer, Institutsleiter des Fraunhofer IESE, hielt einen Vortrag zum Thema Digitale Lösungen im Gesundheitssystem.

In der letzten Session des Tages wurden die Bemühung in der Forschung im Bereich neuer Arzneimittelklassen für Immunerkrankungen vorgestellt. PD Dr. Aimo Kannt, Forschungsbereichsleiter Drug Discovery am Fraunhofer ITMP, stellte Forschungsarbeiten zur neuen Arzneimittelklasse »ProxiDrugs« vor. Prof. Dr. Dr. Ulrike Köhl, Institutsleiterin des Fraunhofer IZI, präsentierte im Anschluss Arbeiten im Bereich der Zelltherapien für Immunerkrankungen.

© Fraunhofer CIMD I Dr. Stephanie Dauth
PD Dr. Aimo Kannt hielt einen Vortrag zur neuen Arzneimittelklasse ProxiDrugs.
© Fraunhofer CIMD I Dr. Stephanie Dauth
Prof. Dr. Dr. Ulrike Köhl präsentierte zum Abschluss der Veranstaltung Forschungsbemühungen zum Thema Zelltherapien für Immunerkrankungen.

Der dritte virtuelle Tag der Immunforschung war, trotz des erneuten digitalen Formats, eine gelungene Fortführung von Vernetzung, Zusammenarbeit und Kooperationsmöglichkeiten entlang der 4D innerhalb der gesamten Fraunhofer-Gesellschaft und darüber hinaus. Trotz alledem hoffen wir unsere Teilnehmenden nächstes Jahr wieder persönlich begrüßen zu können.